Oekodok
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Abstract
Einspruch gegen das «Euter als Chemiefabrik»
Aus «tierrechtlichen, ethischen und wissenschaftlichen Gründen» erhebt die Organisation «Kein Patent auf Leben!» beim Europäischen Patentamt Einspruch gegen die Patentierung gentechnischer Mäusemilch-Produkte. Es geht – ähnlich wie bei der Krebsmaus – um eine Grundsatzfrage, nämlich ob das Euter als Chemiefabrik dienen soll. Der umstrittene Patentantrag betrifft die Herstellung des menschlichen Bluteiweisses Serumabumin im Euter genmanipulierter Mäuse. Eindringlich stellt sich die Frage, ob die Entwicklung superteurer Medikamente überhaupt sinnvoll und ethisch vertretbar ist (ausführlich, dazu Hinweis auf Spinnseide, die aus der Milch einer Ziege gewonnen werden soll, der ein Spinnengen eingebaut wurde; dieses Material wird auch «Bio-Stahl» genannt, weil es härter als Stahl und leichter als Kunststoff sein soll).
Stichworte: Pharma, Forschung, Gentechnologie, Medizin, Medikamentenentwicklung, Gesundheitskosten, Heilungskosten
Schlagwort: Gen- und Biotechnologie > Gen-Politik, Gesetzgebung
Medium: GID Nr. 133, S. 30–34
Publikationsdatum: 01.07.1999
Autor: Peters, Linde
Eigenschaften: Bericht;
Abstract-Nr: 104163
Abstract-ID: 04211200159