Oekodok
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Abstract
Die Fiskal- und Sozialpolitik sind von Nachhaltigkeit Jahrzehnte entfernt
Und das sogar, wenn man die ökologische Komponente ausblendet, wie das der Verfasser (er ist Wirtschaftsprofessor) hier macht. Anhand von staatlichen Schuldenbergen und sozialpolitischen Verpflichtungen zeigt er, wie eine «Generationenbilanz» die Bürde sichtbar machen kann, die kommende Generationen finanziell werden tragen müssen. Auf die Schweizer AHV angewandt, zeigt sich so, dass gegenwärtig eine finanzielle Nachhaltigkeitslücke von knapp einem halben Bruttoinlandprodukt (BIP) klafft. In Deutschland sind es mehr als zwei fehlende BIPs. Noch dramatischer ist es bei der deutschen Pflegeversicherung, die schlicht ein Bereicherungsabkommen der heutigen Generationen zulasten aller künftigen darstellt. Stimmen denn nun die Zahlen, die Raffelhüschen auf einer «NZZ»-Seite ausbreitet? Selbstverständlich müssen die Zahlen «definitionsgemäss falsch sein», denn die Zukunft ist nun einmal nicht die Gegenwart, wie der Verfasser selbst einräumt. Er gibt indessen zu bedenken, dass sie, wenn kein perfektes, so doch ein sehr valables Hilfsmittel sind: «Eine schlechte Brille ist besser als keine» (anregende Lektüre).
Stichworte: Steuerbelastung, Schulden, Staatsschulden, Staatshaushalt, Generational Accounting, Budgets
Schlagwort: Wirtschaft > Ökoeffizienz, Nachhaltigkeit
Medium: NZZ
Publikationsdatum: 26.04.2003
Autor: Raffelhüschen, Bernd
Eigenschaften: Literaturhinweise; Kommentar;
Abstract-Nr: 115083
Abstract-ID: 03211500163